Eröffnungs­veranstaltung zur Werkstatt Masterplan RAW 2021

Am 2.11. wurden im Astra Kulturhaus Verfahren und Fahrplan für die Erstellung eines Masterplans zur Entwicklung des RAW-Geländes vorgestellt.

Bereits seit einigen Jahren ist klar: Auf dem RAW-Gelände soll gebaut werden. Bis dies erfolgen kann, müssen einige Hürden übersprungen werden. Am vergangenen Dienstag, den 2. November 2021, ist die Eigentümerin des westlichen Geländeteils, die Kurth Immobilien GmbH, der Bebauung einen Schritt näher gekommen. Denn nachdem die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg (BVV) im Jahr 2019 dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan des westlichen RAW-Geländes (offiziell Bauabschnitt 2-25a) verabschiedet hat, wurde nun das Werkstattverfahren zur Erstellung des Masterplans RAW mit einer öffentlichen Veranstaltung offiziell eröffnet.

Behutsame und organische Entwicklung des Geländes

Die von der Eigentümerin organisierte Eröffnungsveranstaltung fand im Astra Kulturhaus, direkt auf dem RAW-Gelände vor mehr als 100 Gästen statt. Auf der Bühne präsentierten Lauritz Kurth (Vertreter der Eigentümerin), Florian Schmidt (Grüne, Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg) und Florian Falkenhagen (Vorstand RAW Kultur L e.G. und Geschäftsführer des Cassiopeia Berlin) ihre Erwartungen und Wünsche an das anschließende Verfahren. Dabei waren sich alle drei einig, dass es eine behutsame und organische Entwicklung des Geländes geben muss. Aus dem Publikum wurde vor allem angemerkt, dass das Augenmerk in heutigen Zeiten auf der ökologischen Entwicklung liegen sollte. 

Zweite öffentliche Veranstaltung im Februar geplant

Vorab hatte Moderator Marc Steinmetz (Verfahrenskoordinator, Büro a:dks) den Fahrplan des Masterplanverfahrens und die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe vorgestellt. Bis Ende März 2022 soll nach diesem ein Entwurf für den Masterplan vorgestellt werden, welcher im April überarbeitet wird. Die Arbeitsgruppe soll aus Vertretern der Eigentümerin (Lauritz und Dr. Hans-Rudolf Kurth), des Bezirks (Florian Schmidt und Matthias Peckskamp) und vier Architekt*Innen (Volker Staab, Silvia Carpaneto, Verena Brehm und Florian Köhl) bestehen. Die beteiligten Architekturbüros lauten Astoc architects and planners, Cobe, Holzer Kobler sowie Ortner & Ortner. Zudem werden sachbezogen Experten eingeladen. Vertreter des Soziokulturellen Ls, der Dialogwerkstatt RAW 2040 - Zukunft konkret und aller Fraktionen der BVV sind als Gäste vorgesehen. Eine zweite öffentliche Veranstaltung, auf welcher die verschiedenen Konzepte vorgestellt werden soll, ist im Februar 2022 geplant.

Ergebnisse der Dialogwerkstatt geben den Rahmen für den Masterplan vor

Die Werkstatt Masterplan RAW 2021 hat zum Ziel, den 2018 in der öffentlichen Dialogwerkstatt RAW 2040 - Zukunft konkret erstellten Strukturplan in einen Masterplan zu überführen. In diesem wurden die Bedürfnisse der verschiedenen Interessensgruppen wie Anwohnerschaft, Mietende, Politik und der Eigentümer*Innen vereint und Grundsätze zur Bebauung erstellt. Unter anderem besagen diese den Erhalt des Soziokulturellen Ls für mindestens 30 Jahre. Anhand des Strukturplans kann dann schließlich ein Bebauungsplan erarbeitet werden, welcher letztendlich noch einmal von der BVV verabschiedet werden muss. Erst im Anschluss kann die Bebauung erfolgen.

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